Schwarzes Gold!

Wer kennt das nicht? Früh morgens raus aus dem Bett und nach dem morgendlichen Weg ins Bad geht bei vielen sicherlich der Weg flink in die Küche, um erst mal sich einen Kaffee zu machen und diese (am besten) ganz in Ruhe zu genießen. Dann kann der Tag beginnen.

Tja, so ist das auch bei mir. Ohne Kaffee geht es nicht. Jeder hat doch so sein morgendliche Kaffeeritual. Das gehört einfach dazu. Aber der gute Freund Kaffee wird den Rest des Tages nicht einfach in die Ecke gestellt und erst am nächsten Morgen wieder begrüßt. Nein, um Gottes Willen! Er bleibt ein treuer Begleiter für den ganzen Tag. So trinkt der eine oder andere über den Tag verteilt auf der Arbeit die ein, zwei oder drei Tassen (ja, ok, vielleicht auch eine Kanne oder so ;)) und dann nachmittags nochmal zu einem schönen Stück Kuchen. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde ja auch so einen Mokka oder einen vitnamesischen Kaffee abends nach dem Essen auch nicht schlecht. Ja, was soll Mann/Frau auch anderes machen, bei einer sooo riesigen Kaffeevielfalt.

Bei Frau Schnittchen ist es ebenso. In ihrem Café hat sie nicht nur diese typischen Kaffeespezialitäten im Angebot, sondern entführt euch mit einem Café Bonbon, Egnot-shot oder Barraquito in fremde Länder und deren Kaffeevorlieben. Naja und ihr wisst, der Kaffee schmeckt gleich noch mal so gut, mit einem leckeren Stück Kuchen. So muss das sein.

Aber heute möchten Frau Schnittchen und ich ich euch nicht nur von Kaffee vorschwärmen, sondern mit euch zusammen dem Kaffee auf den Grund gehen. Aus diesem Grund haben wir heute – teils aus medizinischer und teils aus historischer Sicht – einen Gastbeitrag von Prof. Dr. Schlitt zum Thema ‘Kaffee’. Es ist mal etwas anderes, dachten wir uns, denn man sollte schon ein bisschen mehr über das wissen, was man zu sich nimmt, als nur den Namen etc. Also auf in die Geschichte und ihr werdet sehen, Kaffee ist tatsächlich etwas wertvolles und damit zruecht schwarzes Gold!

(Wenn ihr jetzt denkt, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor, dann ist das gut möglich. Prof. Dr. Schlitt ist nämlich niemand anderes als Frau Schnittchens Mann! 🙂 )

Was ist Kaffee?

Kaffee ist ein schwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Heißgetränk, das aus gerösteten und gemahlenen Samen der Früchte der Kaffeepflanze (Kaffeebohnen) und heißem Wasser hergestellt wird. Die beiden wichtigsten Kaffeepflanzen sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta-Kaffee).

Wo kommt der Kaffee und sein Name her?

Nach Antonius Faustus Naironus (1636–1707) sollen einst Hirten aus dem Königreich Kaffa (heutiges Äthiopien) aufgefallen sein, dass Ziegen, die von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatten, bis in die Nacht hinein munter waren. Ein abessinischer Hirte probierte die Früchte und stellte bei sich eine belebende Wirkung fest. Bei Nachforschungen entdeckten Mönche dunkelgrüne Pflanzen mit kirschenartigen Früchten. Sie bereiteten daraus einen Aufguss und konnten fortan bis tief in die Nacht hinein beten. Andere Quellen besagen, der Hirte habe die ungenießbaren Früchte ins Feuer gespuckt, woraufhin angenehme Düfte und hieraus die Idee des Röstens entstand.

Die Region Kaffa ist somit das Ursprungsland des Kaffees. Dort wurde er bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Von Äthiopien gelangte der Kaffee im 14. Jahrhundert durch Sklavenhändler nach Arabien. Geröstet und getrunken wurde er dort ab Mitte des 15. Jahrhunderts. Ein Handelszentrum des Kaffees war die Hafenstadt Mocha, auch Mokka genannt, das heutige al-Mukha im Jemen.

Das Wort Kaffee lässt sich bis auf das arabische Wort qahwa zurückverfolgen. Über das Türkische kahve gelangte es ins Italienische (caffè) und von dort ins Französische, dessen Wortform café ins Deutsche übernommen und nur in der Schreibweise angepasst wurde.

Wann kam der Kaffee nach Europa?

Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Kaffeehäuser in Italien, England, Frankreich und Deutschland (Bremen 1673), das erste Wiener Kaffeehaus entstand 1685, Berlin war zu dieser Zeit etwas hinterher, dort wurde 1721 das erste Kaffeehaus eröffnet.

Da der Bedarf durch die afrikanischen und arabischen Händler kaum noch zu decken war, verbreitete sich der Anbau von Kaffee in den folgenden Jahrhunderten im Rahmen der Kolonialisierung auch nach Asien und Südamerika. Leider war der Kaffeeanbau über die Jahrhunderte direkt mit dem Sklavenhandel verbunden.

Was ist echter Bohnenkaffee und wann trinkt man ihn am Besten?

Der ursprünglich sehr teure Kaffee war in den vorherigen Jahrhunderten und auch in beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts nur reichen Menschen vorbehalten. Von ärmeren Bevölkerungsschichten wurde er durch Produkte wie Muckefuck, Malzkaffee oder Zichorie ersetzt. Aus dieser Zeit kommt der heute immer weniger verbreitete Ausdruck echter Bohnenkaffee zur Abgrenzung gegenüber den ebenfalls als Kaffee bezeichneten Ersatzprodukten.

Heutzutage ist in vielen Ländern das nachmittägliche Kaffeetrinken weit verbreitet. In den ärmeren Bevölkerungsschichten blieb das Getränk aber lange etwas Besonderes. Er wurde Besuchern im speziellen Kaffeegeschirr häufig nur an Sonntagen oder bei Festen serviert.

Prinzipiell kann man Kaffee immer genießen!

Ist Kaffee gesund?

Seit Jahren fragen sich Wissenschaftler, ob das leckerste Heißgetränk der Welt, also Kaffee, für die Gesundheit abträglich, unbedenklich oder sogar förderlich ist.

Ganz aktuell scheint die Antwort auf die Frage endlich gefunden zu sein. In einer aktuellen Forschungsarbeit aus Großbritannien konnte gezeigt werden, dass Kaffeetrinken überwiegend gesund ist. Mit drei bis vier Tassen pro Tag kann der Entstehung von Krankheiten vorgebeugt werden und nicht nur das, Kaffeetrinker leben länger.

Kaffeetrinker leben länger!

Durch die richtige Menge Kaffee wird das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf, Nerven- und Lebererkrankungen, Krebs sowie der Demenz verringert. Konkret betrifft dies weiterhin die Durchblutungsstörung des Herzmuskels (Koronare Herzerkrankung), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Schlaganfälle, Fettleber, Parkinson, Alzheimer, Depression, Prostata-, Haut- und Leberkrebs aber auch die allgemeine Entstehung von Krebserkrankungen.

Kaffee enthält nicht nur Koffein, sondern mehr als 1.000 Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend, anti-oxidativ oder anti-fibrotisch wirken und somit die gesundheitlich positiven Wirkungen biologisch plausibel erklären.

Hat Kaffee auch negative Effekte?

Leider ja. Schwangere sollten keinen Kaffee trinken, da sein Konsum mit Fehl- oder Frühgeburten sowie niedrigem Geburtsgewicht des Kindes einhergehen. Hierbei spielt es eine Rolle, dass das im Kaffee enthaltene Koffein in der Schwangerschaft länger im Körper bleibt und Koffein plazentagängig ist, also auch vom Kind im Mutterleib aufgenommen wird.

Koffein hat Auswirkungen auf den Kalziumstoffwechsel, so dass diskutiert wird aber nicht sicher belegbar ist, dass bei weiblichen Kaffeetrinkern vermehrt Knochenbrüche auftreten. Weiterhin können insbesondere bei Vieltrinkern die Blutfettwerte negativ beeinflusst werden.

Zusammenfassung

Kaffee hat in moderaten Mengen eher positive als negative Auswirkungen, jedoch ist erwähnenswert, dass Kaffeetrinker im Allgemeinen einen gesunden und positiven Lebensstil haben und dadurch der gesunde Effekt des Kaffees noch verstärkt wird!

Trinkt Kaffee (aber nur guten Kaffee, nicht zu viel davon und nicht, wenn ihr schwanger seid!)

So gut kann also Kaffee sein!

Eure Frau Schnittchen und Steffi, heute zusammen mit Prof. Dr. Schlitt!

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