Backen ohne Weizenmehl – geht das überhaupt?

Kuchen, Torten, Plätzchen, Törtchen, Lebkuchenhäuschen – die süßesten Leckereien – aber auch herzhaftes, wie Brot in den unterschiedlichsten Varianten. Hach, das ist wirklich etwas feines! Das merkt ihr ja, wenn wir euch von den neuesten Kreationen berichten, die ihr auch bald wieder bei Frau Schnittchen bekommt.

Doch leider ist es so, dass es nicht jeder so genießen kann. Aus diesem Grund möchten wir heute unseren Beitrag all jenen widmen, die unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden und dadurch auch auf diese Erkrankung hinweisen.

Vor einer Woche fand bei Frau Schnittchen im Café ein Kurs der besonderen Art statt, weshalb ich mir dachte: Da gehe ich hin und gucke mir das an. Gesagt getan. Was das besondere an diesem Kurs war? Er war mehlfrei! Es war ein Kurs, in dem glutenfrei gebacken wurde, ein Kurs für Menschen, die unter Zöliakie leiden. Was das ist? Das erklären wir euch.

Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ist eine Autoimmunreaktion, also eine fehlgeleitete Immunreaktion, auf das Klebeeiweiß Gluten, welches in den meisten unserer täglich verwendeten Getreidesorten enthalten ist. Diese Krankheit tritt zumeist im Säuglingsalter auf, kann aber auch erst im Erwachsenenalter ausbrechen (meist familiär gehäuft oder in Verbindung mit anderen Autoimmunerkrankungen). Hierbei handelt es sich nicht um eine heilbare Erkrankung sondern um eine lebenslang bestehende, deren Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen und Darmbeschwerden) durch eine glutenfreie Ernährung unter Kontrolle gebracht werden können. Das Klebeeiweiß Gluten kommt vor allem in Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vor.

Wie ihr seht, und an dieser Stelle haben wir uns nur auf die wichtigsten Informationen beschränkt, bedeutet diese Erkrankung für die Betroffenen eine enorme Einschränkung, denn sie müssen beim Einkaufen darauf achten, dass die Lebensmittel kein Gluten enthalten. (Ihr habt sicherlich das eine oder andere Mal auf den Lebensmittelverpackungen oder an den Auspreisungen das kleine Symbol für ‘glutenfrei’ gesehen – die durchgestrichene Ähre.) Einfach zum Bäcker gehen, wie das viele von uns kennen, ist nicht möglich, ebenso in ein Restaurant. Warum? Nur ein Wort: Kontamination! Klingt jetzt sehr heikel und auch bedrohlich, ist es auch für Zöliakiebetroffene auch, da schon kleinste Spuren von Gluten Beschwerden auslösen.

Nehmt euch mal die Zeit im Supermarkt und guckt mal, was alles so glutenfrei ist, gerade an Backwaren. Dann werdet ihr sehen, das ist gar nicht so einfach. Und das jetzt wo doch die Weihnachtszeit vor der Tür steht. Aber, Frau Schnittchen macht es möglich und hat letzte Woche einen Backkurs – es wurden entzückende Lebkuchenhäuschen gebacken – angeboten. Verwendet wurde statt dem normalen, herkömmlichen Mehl glutenfreie Mehl und die Häuserwände sahen genauso aus, wie die, die ihr bereits von Frau Schnittchen kennt. Geschmacklich? Auch nicht viel anders als andere Lebkuchen oder Plätzchen. Man muss zwar, was die Bindung in der Grundmasse betrifft, etwas variieren, aber es hat wunderbar geklappt. Und ganz ehrlich, ich habe nicht nur viel über Zöliakie bei diesem Treffen gelernt, sondern auch, dass auch die Zöliakiebetroffenen gern naschen. Da ist es gut, dass es mittlerweile Alternativen gibt.

Eure Frau Schnittchen und Steffi

Quellen:

https://www.apotheken-umschau.de/Zoeliakie

 

http://flexikon.doccheck.com/de/Z%C3%B6liakie

 

https://www.netdoktor.de/krankheiten/zoeliakie/

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