Zuckersüß

An was denkt ihr, wenn ihr das Wort Zucker hört? Süßigkeiten? Leckereien jeglicher Art: Kuchen, Kekse, Bonbons etc. etc. etc.? Wenn ich an Zucker denke, dann muss ich gestehen, dass dieses Thema so einige Bereiche meines Lebens betrifft. Vielleicht kennt ihr das auch.

Ich lese recht viel. Mein Wohnzimmer ist eine sehr umfangreiche Bibliothek aus Fachliteratur und Belletristik. Die Schränke sind voll und dennoch findet sich immer wieder ein Plätzchen für ein verwaistes Buch. Was das mit Zucker zu tun hat? Ganz einfach: Ich habe vor einer halben Ewigkeit damit angefangen, die Buchreihe von Donna Leon über Commissario Guido Brunetti zu lesen.

Die Lebensweise der Italiener, ganz besonders der Bewohner von Venedig, wenn diese in den Nebensätzen bzw. in den familiären Kapiteln erzählt wird, fasziniert mich immer wieder. Aber ich muss auch zugeben, dass ich tatsächlich an einer Stelle schockiert war und es eine ganze Zeitlang immer wieder war, nämlich an der Stelle, als Brunetti tatsächlich in eine kleine Espresso-Tasse drei Löffel Zucker gegeben hat. Ich dachte dann immer: „Was für ein Frevel!“ Tja, man gewöhnt sich einfach an alles, auch beim Lesen.

Selber trinke ich meinen Kaffee und Tee ohne Zucker, denn es ist für mich nicht nur schockierend zu lesen, wie man das einer guten Tasse Kaffee antun kann, sondern auch weit weg von meiner Bücherwelt im wahren Leben. Aber irgendwie ändert sich immer etwas und das muss nicht immer was schlechtes sein, sondern versüßt einem auch das eigene Leben. Da kommen Menschen in das eigene Leben, bei denen man sich echt wundert, was die für komische Kaffee-Gewohnheiten haben – ein Pfund Zucker auf eine Tasse Kaffee – und dann, ehe man sich versieht, trinkt man den eigenen Frühstückskaffee ebenfalls mit 2 ½ Löffeln Zucker. Herrlich sag ich euch. Eine Art Guido Brunetti des Kaffees im realen Leben. Und ja … es schmeckt wirklich gut.

Aber auch Frau Schnittchen lernte ich so kennen. Nicht wegen des Zuckers, sondern wegen ihrer süßen Kreationen. Aber sie zaubert nicht nur diese leckeren Naschereien, Kuchen, Törtchen, Muffins, Cupcakes und andere süße Dinge, sondern sie gibt auch dem Zucker eine ganz neue und besondere Form. Wie ihr bereits auf ihren Seiten gesehen habt, kann man Zucker auch farbig gestalten und ihm eine neue Form geben. Und das möchten wir euch heute kurz erklären, wie Frau Schnittchen das macht. Dann folgt uns ins Zuckerland:

Ihr färbt ein paar Tropfen Wasser mit Lebensmittelfarbe ein und vermischt dieses dann mit dem Zucker. Ihr müsst dabei aber unbedingt gut aufpassen, dass der Zucker nicht zu nass und zu einer glatten Masse wird. Es ist wichtig, dass der Zucker in seiner kristallinen Form bestehen bleibt. Wenn ihr die Masse gut durchgemischt und die Farbe sich gut verteilt hat, nehmt ihr euch einfach Eiswürfel- oder Pralinenformen und presst die Masse dort gut hinein. Anschließend langsam im Backofen trocknen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und fertig sind eure individuell eingefärbten Zuckerwürfel.

Ein kleiner Tipp von uns: Wenn ihr mal etwas zuckersüßes Selbstgemachtes verschenken wollt, dann nehmt statt einfachen Formen welche mit Motiven (Herzen, Schneeflocken, Tannenbäume … – was das Zuckerherz begehrt). Verpackt es nach dem Trocknen noch schön und fertig ist ein tolles Mitbringsel.

Also, versüßt euer Leben und das der anderen – ihr werdet sehen, es macht richtig Spaß und lässt das Herz vor Freude hüpfen.

Eure Frau Schnittchen und Steffi

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